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ITK-Group: Wiedereinstieg nach dem Ausstieg |
Vor einem Jahr hatte die ITK-Group ihr Partnergeschäft an den Wettbewerber Synaxon übertragen. Nun will sich die Zentrale der Systemhaus-Kooperation wieder stärker einbringen und setzt dabei auf die Themen Voice over IP und Mittelstand.
Auch wenn Outsourcing weiterhin ein Trendthema bleibt: Dass eine Verbundgruppe ihr Partnergeschäft an einen Wettbewerber übergibt und sich selbst auf den Vertrieb konzentriert, ist nicht alltäglich. Doch genau das geschah im März 2009, als die ITK-Group ihr unter dem Namen ITK-Community geführtes Kooperationsgeschäft an die Bielefelder Synaxon AG übertrug. »Der Schritt war richtig und hat für unsere Partner einen echten Mehrwert geschaffen«, erklärt ITK-Group Geschäftsführer Björn Stange im Gespräch mit Computer Reseller News.Ein Jahr nach dem Start der Zusammenarbeit mit Synaxon will sich die ITK-Group nun jedoch wieder stärker in das Kooperationsgeschehen einbringen: »Es ist natürlich, dass es in einer solchen Partnerschaft auch einmal Reibungspunkte gibt, schließlich hat die ITK-Group eine andere Kultur und andere Schwerpunkte als Synaxon»«, so Stange. Ein erstes Beispiel für das verstärkte Engagement sei die zu Jahresanfang gestartete All-in-one-Lösung »ITK Voice Solution«. »Die Lösung bietet den Partnern sehr attraktive Konditionen und eine hohe Hardwaremarge«, erklärt Stange. Denn während im IT-Bereich die reinen Kistenschieber schon lange passé seien, ließe sich im TK-Geschäft mit Hardware-Umsätzen noch gutes Geld verdienen. Dezentraler VertriebDen Partnern zusätzlich unter die Arme greifen wollen Stange und sein Geschäftsführer-Kollege Dirk Walla mit dem Ausbau und der Dezentralisierung des Vertriebsteams. Nachdem der Vertrieb früher ausschließlich in der Zentrale der ITK-Group in Berlin angesiedelt war, gibt es inzwischen auch Vertriebsniederlassungen in Hamburg, Osnabrück, Köln und München sowie ab August in Frankfurt. »Wir sind nun näher dran an den Kunden und das ist auch sinnvoll, denn es sind nun einmal die Menschen, die miteinander Geschäfte machen«, erklärt Stange. Dabei sei es nur ein Teil der Aufgabe der Vertriebsmitarbeiter, in ihren Regionen Leads zu generieren und diese an die Partner weiterzugeben. Zudem sollten die Vertriebsteams auch eine Rolle bei der Betreuung der Partner übernehmen.Dabei bestätigt die Entwicklung der Kooperationsmitglieder den Kurs der Systemhaus-Kooperation: Wie Stange berichtet, sei die Partneranzahl stabil geblieben und liege derzeit bei 347. Zwar habe es bei der ITK-Community im vergangenen Jahr einige Insolvenzen gegeben, doch sei es auch gelungen neue Partner zu gewinnen. »Wir haben den Ausbau in letzter Zeit wenig forciert und wollen künftig wieder stärker bei der Mitgliederakquise tätig werden«, berichtet Stange. Trotz Finanzkrise habe sich die Umsatzentwicklung der Partner stabil entwickelt. »Das TK-Geschäft ist nicht besonders krisenabhängig, denn in den meisten Fällen beinhaltet eine neue TK-Lösung auch ein recht gutes Einsparungspotenzial.« Auch wenn sich das Wachstum im Bereich VoIP mittlerweile auf einstellige Zuwachsraten eingependelt habe, bleibe das Thema die Richtung, wo es auch in Zukunft hingehe. »Klassische TK-Anlagen verkaufen wir so gut wie gar nicht mehr«, so Stange. Ein Wachstumsbereich für die ITK-Group sei zudem das Mittelstandsgeschäft, wo viele Unternehmen gerade dabei seien, auf eine neue TK-Anlage umzustellen. powered by CRN
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